LEIPZIGER STREICHQUARTETT
OLIVER TRIENDL, KLAVIER
Geburtstagsparty für Robert im Schloss
Vielleicht kannte Robert Schumann ja sogar das feine Barockschloss in Delitzsch, seinerzeit nach französischem Vorbild erbaut und von Herzog Christian I. als Reiseresidenz auserkoren. Heute ist das Delitzscher Barockschloss eine überregional bedeutsame Kultureinrichtung und als architektonisches Kulturdenkmal unter Schutz gestellt. Mit dem Auftaktkonzert der diesjährigen „Sommersprossen" ziehen wir die Geburtstagsfeier für Robert Schumann, der in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag Schumann feiert, um vier Tage vor. Als musikalische Partner für den Festivalauftakt konnten der renommierte Pianist Oliver Triendl und das weltweit gefeierte Leipziger Streichquartett gewonnen werden. Auf dem Geburtstagszettel stehen Schumanns Klavierquintett für 2 Violinen Viola, Violoncello und Klavier op. 44, aus dem Kammermusikjahr 1842 des Komponisten. Zu hören gibt es außerdem Haydns Streichquartett Nr. 78 B-Dur op. 76 Nr. 4 Hob. III: 78 „Der Sonnenaufgang" sowie Opus 44/3 von Schumanns Freund Mendelssohn.
„HIMMLISCHE LÄNGEN" - SCHUBERTS OKTETT
Robert Schumann schwärmte einst von Schuberts Musik und ihren „himmlischen Längen". Wir laden Sie ein, Maß zu nehmen und das herrliche Oktett von Schubert zu genießen, welches auf fast eine ganze Stunde dauert. Mit diesem Stück wollte sich der Komponist „den Weg zur großen Symphonie bahnen". Heute zählt das Werk zu den wichtigsten Kammermusikstücken des 19. Jahrhunderts und wird für Sie vom LeipzigOktett, einem Zusammenschluss aus Mitgliedern des Gewandhaus-Oktettes und des Leipziger Streichquartetts, gespielt. Erleben Sie live, wie der einzigartige Streichquartettklang mit den Solobläsern des Gewandhausorchesters zu einer vororchestralen Klangfülle ganz im Zeichen der Leipziger Traditionen verschmilzt. Erfahrung, die man dort reichlich mit Schubert hat: Denn wer kann schon von sich behaupten, Uraufführungsort von Schuberts „Großer" Sinfonie zu sein?
Feurige Engel im Stummfilmkino - Klaviertrios von Schumann, Brahms und Schostakowitsch
Elegisch, munter und gehetzt so gibt sich Schostakowitschs Klaviertrio op. 8 - ein Jugendwerk von 1923, das aber schon die gesamte Bandbreite der Tonsprache des reifen russischen Komponisten voraus nimmt. Kurios auch, dass dieses Stück einst als musikalische Untermalung in einem Stummfilmkino diente - zu Zeiten, als Schostakowitsch sich damit seinen Lebensunterhalt neben dem Studium verdiente. Für die musikalische Umsetzung der drei Werke von Schostakowitsch, Schumann (Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 63) und Brahms (Klaviertrio C-Dur op. 87) konnte das renommierte Seraphin Trio aus Augsburg gewonnen werden, dessen Name eine Hommage an den venezianischen Geigenbauer Santo Seraphin (1699 - 1758) ist - gleichzeitig aber auch an die sechsflügligen „Feuerengel" erinnert. Die Instrumente von Santo Seraphin gehören jedenfalls wegen ihres vollendeten Klanges heute weltweit zu den gefragtesten und begehrtesten Musikinstrumenten und der Cellist des Ensembles hat das Glück, ein Instrument dieses Meisters spielen zu dürfen.
Swing, Jazz und Gypsy in St. Nikolai
Auf eine Reise in die 1930er Jahre nimmt Sie der „Hot Club d'Allemagne" mit. Wir garantieren Ihnen, die Spielfreude der Musiker wird Sie begeistern und in Schwingung versetzen! Der Name der Band ist eine Reminiszenz an das 1934 in Paris von Django Reinhardt und Stephane Grappelli gegründete „Quintett du Hot Club de France". Damals befand sich Europa mitten im Rausch der Swing-Ära. Der Jazz - selbst gerade erst 20 Jahre alt - war die populärste Tanzmusik dieser Tage und Auftritte so genannter „Big Bands" wurden zu Publikumsmagneten. Heute hält der »Hot Club d'Allemagne« das Erbe Django Reinhardts lebendig und zwar wo? - In Leipzig natürlich, im Klein-Paris!
ROMANTIK PUR - Liebesbriefe an Romeos Julia
Ein einzigartiges Kleinod der Verschmelzung von Klassik und Pop erwartet die Zuhörer im Konzert mit dem Starbariton Stephan Genz und dem Leipziger Streichquartett. Anfang der 90er Jahre hat Elvis Costello „The Juliet Letters" zusammen mit dem Brodsky Streichquartett geschrieben. Bis heute erfreut sich dieser Geniewurf außerordentlicher Beliebtheit. Der Titel „Juliet Letters" stammt aus einem kleinen Zeitungsartikel, geschrieben von einem Professor aus Verona, der darin seine herzanrührende Geschichte erzählte: jedes Jahr erreichen die Stadt Verona etwa 5.000 Briefe adressiert an „Julia, Verona", Liebesbriefe und Liebeskummerbriefe,
Klagebriefe und Lebensbeichten. Der Professor beantwortete diese Briefe für ein paar Jahre selbst, heute gibt es einen Club, der sich dieser romantischen Aufgabe widmet, in über 20 Sprachen. Diese Geschichte inspirierte Elvis Costello zu seiner Komposition, in der er einige der Brieftexte verarbeitete. Ergänzt wird das Programm durch Samuel Barbers herrlich lyrischer Komposition für Streichquartett und eine Singstimme „Dover Beach" sowie Puccinis „Crisantemi".
Stephan Genz, Bariton
Olga Gollej, Klavier
Liebesleid und Liebesfreud - Liederabend mit Werken von Schumann und Brahms
Sie kennen sicher Kaspar Hauser, das bedauernswerte Findlingskind. Doch sagt Ihnen auch der Name Georg Friedrich Daumer etwas? Er nahm seinerzeit den Findling auf und stellte psychologisch-pädagogische Versuche mit ihm an, lehrte ihn das Sprechen und entwickelte seine Persönlichkeit. Doch eigentlich war Daumer vor allem Lyriker und tat sich mit Liebesgedichten und Übersetzungen orientalischer Gedichte hervor. Geschätzt wurde er unter anderem von Johannes Brahms, der über 50 seiner Gedichte und Übersetzungen vertonte. Zum Konzert im Markkleeberger Lindensaal präsentiert der renommierte Lied- und Konzertbariton Stephan Genz eine kleine aber feine Auswahl der Lieder von Brahms und Daumer. Dem gegenübergestellt werden Kompositionen vom Brahms-Entdecker Robert Schumann - eine Auswahl von Liedern Heinrichs Heine, darunter auch das grandiose Stück Belsazar op. 57. Begleitet wird Stephan Genz von Olga Gollej.
Zauberhafte Musik eines ungeliebten Kollegen - Klaviermusik von Mozart, Beethoven, Chopin und Smetana
„So ein welscher Fratz, der jahrelang in deutschen Landen deutsches Brod fräße, müßte auch deutsch reden oder radebrechen." So deftig sprach einst Mozart über den Cellisten Jean Pierre Duport (1741-1818). Dieser hegte seinerseits auch Aversionen gegen den Wiener und verlangte Mozart möge wiederum gefälligst französisch sprechen. Immerhin komponierte Mozart trotz der Sticheleien hübsche Variationen auf ein Menuett von Duport. Diese 9 Variationen D-Dur KV 573 präsentiert am 18. Juni im Torhaus Markkleeberg der international renommierte Pianist Pavel Kaspar aus dem tschechischen Ostrava, der regelmäßig mit führenden tschechischen und internationalen Orchestern und Dirigenten zusammenarbeitet. In Markkleeberg wird er neben Mozart weiterhin Nocturnes von Chopin, Beethovens Sonate No. 21 in C-Dur op. 53 sowie Smetanas Konzertetüde „Am Strand" op. 17 präsentieren.
A VOCE SOLA - Ein musikalisches Fest der Renaissance
"Alles, was in diesem Konzert geschieht, ist das Resultat unserer Phantasie, ein Traum, der tiefempfundene Wunsch, dass unsere Musik an Orte gelangen möge, die uns alles bedeuten - die Seelen der Zuhörer." So der Sänger und Alte-Musik-Spezialist Marco Beasley, der als einer der führenden Interpreten der Musik des italienischen Frühbarock. Mit Marco Beasley kommt ein Star der Alten-Musik-Szene nach Torgau, der mit dem von ihm gegründeten Ensemble Accordone in den letzten Jahren unter anderem sehr erfolgreich bei den Salzburger Festspielen gastierte, wie auch bei den Tagen Alter Musik Regensburg oder den Dresdner Musikfestspielen. Zusammen mit 2 Lautenisten, ebenfalls Mitglieder des Ensembles Accordone, präsentiert er beim diesjährigen Sommersprossenfestival das Programm: „A VOCE SOLA". Die Zuhörer erleben musikalische Kostbarkeiten der Renaissance, wie Frottole von Marco Cara, beliebte Songs von John Dowland bis hin zu wilden ungezügelten Tarantellen Süditaliens.
Mit Charme und Witz - Sommerlich frische Vokalkunst mit amarcord
Unterhaltsame Madrigale der Renaissance und A-cappella-Arrangements weltweit gesammelter Volkslieder präsentiert amarcord in Kleinliebenau. Schon seit 1992 begeistern die fünf jungen Sänger und ehemaligen Thomaner mit unverwechselbarem Klang, atemberaubender Homogenität, musikalischer Stilsicherheit und einer gehörigen Portion Charme und Witz. Mit diesen besonderen Markenzeichen gesegnet, gehört das Ensemble heute zu den führenden Vokalensembles weltweit und wurde für seine CD „Rastlose Liebe" gerade wieder mit dem „Contemporary A Cappella Recording Award" - dem „A-cappella-Oscar" ausgezeichnet.
„Ein schöner Mann" (Il est bel e bon) - Humoristische Chansons der Renaissance auf Originalinstrumenten
Am Beginn der Berichte über das Leben außerordentlicher Menschen steht oft eine Prophezeiung. So geschehen 1489 als eine gewisse Louise von Savoyen in Plessis-lez-Tours den hiesigen Ordensgründer Franz von Paula aufsuchte. Er verkündete ihr, dass sie den König von Frankreich gebären werde. Und tatsächlich wurde der 1494 geborene Franz im Jahr 1515 als Franz I. König von Frankreich gekrönt. Ob diese kleine Anekdote nun stimmt oder nicht und ob Franz I. ein besonders schöner Mann war - wir wissen es nicht. Sicher ist: er liebte die Musik - 1530 wurde auf seine Anweisung die Hofkapelle neu organisiert.
Oper einmal anders - Von Mozart bis Gershwin durch die Geschichte der Oper
Hinter vorgehaltener Hand sagen es nicht Wenige: wie herrlich doch die Musik von Wagner sei, wäre da nicht der Gesang. So hält es putzmunter und augenzwinkernd auch die Sächsische Bläserakademie mit ihrem Programm „Oper einmal anders". Gespielt und kommentiert werden Harmoniemusiken von Mozart bis Gershwin. Ein Moderator fasst die Inhalte der Opernstoffe zusammen und nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch 100 Jahre Operngeschichte. Vorhang auf für die Musiker der Sächsischen Bläserakademie, welche 1990 von Solobläsern der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz gegründet worden ist, um sich neben dem Opern- und Konzertdienst anspruchsvoller Kammermusik zu widmen.
Karten zu 12 EUR/ erm. 7 EUR bei der Tourist-Information Wermsdorf, Tel. 03 43 64 - 8 11 32